Dienstag, 5. Juli 2016

Freya - mal wieder



Es ist Sommer und ich zeige euch heute eine kuschlige Freya. Zugegebenermaßen auf den ersten Blick nicht das passende Kleidungsstück für diese Jahreszeit! Aber mal Hand auf´s Herz… Was bleibt mir bei dem Wetter auch anderes übrig? Hinzukommt, dass ich noch gar nicht so viele Sommerteile genäht habe. Nicht nähen musste. Der Schubladen mit kurzen Hosen des Kleinen quellt förmlich über – da darf ich gar nichts nähen und T-Shirts hat er auch noch genug. Fast ein bissl traurig, was?

Für den Großen darf ich dafür noch nähen. Muss ich sogar. Zwei Shorts aus dem EMJO-SummerSet von Oh, Junge! Habe ich euch ja bereits gezeigt (hier). Und die nächste Hose habe ich gerade auf dem Nähtisch liegen. Aber dazu bald mehr.


Tja, und so trotze ich dem Kalender und nähe das, was wirklich benötigt wird: noch ein bis zwei Kapuzenjacken, eine neue Freya und lange Schlafanzüge mit Blick auf den Herbst. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – ein Begriff, über den in den letzten Wochen einige spannende Blogartikel zu lesen waren (z.B. bei Dagmar vonZwirguin oder Susanne von Mami-Made). Ich möchte jetzt gar nicht im Detail darauf eingehen, denn worum es geht, das haben Dagmar und Susanne wirklich super beschrieben. Nur ein paar wenige Gedanken  möchte ich dazu loswerden. Zu Beginn ein Geständnis: Ich muss zugeben, dass ich mich selbst oft ermahnen muss, nachhaltig zu konsumieren. Das heißt in diesem Fall: bewusst Stoffe aber auch Schnitte zu kaufen.



Wie oft passiert es, dass ich einen Stoff oder Schnitte sehe, ob nun on- oder offline, den ich unbedingt haben muss. JETZT GLEICH UND SOFORT. Einfach weil sie so schön sind, die Designbeispiele einfach zu inspirierend. Aber was passiert dann? Das Objekt meiner Begierde wandert in den Warenkorb und dann zu mir nach Hause, setzt Staub und wartet ewig darauf, vernäht zu werden. Dabei wollte ich ihn doch unbedingt haben.

Klar umgebe ich mich gern mit schönen Stoffen. Und oft inspirieren sie mich auch, neue Dinge auszuprobieren. Und ich denke, in Maßen ist das für mich auch vollkommen ok. Aber eben in Maßen. Und so sollte es sich meiner Meinung auch beim Nähverhalten wiederspiegeln. Ich kenne Kleiderschränke, da hängen mehr als 40 Kleider drin. Werden die alle wirklich getragen? Braucht es das?

Das wichtigste, ob man nun näht oder kauft, ist für mich:

1.       Das es mir wirklich gefällt.
2.       Das es MIR auch wirklich steht … sonst ziehe ich es ja doch nicht an.
3.       Und das es sich gut mit anderen Kleidungsstücken und Accessoires aus meinem Kleiderschrank kombinieren lässt.


Das gilt selbstverständlich auch für den Kleiderschrank meiner Kinder. Und genau deshalb zeige ich euch heute eine neue Freya, die erste, die ich bisher für meinen Großen genäht habe. Der Kleine trägt seine vom letzten Jahr immer noch gern.

Genäht habe ich sie aus einem blauen Strickfleecestoff, der noch von einem Hoodie für meinen Mann übrig war. Ich habe sie absichtlich relativ schlicht gehalten, damit sie sich leicht kombinieren lässt und weil schlicht einfach schön ist ;-)


Was meint ihr?

Kommentare:

  1. Tolle Freya und ich seh das auch so wie du. Nur erwischt man sich selber ja auch, dass man einigen Stoffen einfach erliegt und nicht widerstehen kann.

    Herzlich Zwirbeline

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da bin ich aber froh, dass es nicht nur mir so geht :-)
      Liebe Grüße, Susann

      Löschen
  2. Ganz tolle Freya, jaja, die Sache mit den Stoffen ... ich hatte mir dieses jahr schon mal ein Stoffkauf-Verbot auferlegt, das hat dann aber nur ein paar Monate gehalten, dann war die Versuchung zu groß :-) :-D

    LG
    Kristina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Finde ich echt mutig von dir, dass du das versucht hast! Das muss hart gewesen sein. Hut ab :-) Würde ich mich gar nicht getrauen...
      LG, Susann

      Löschen

Hallo Ihr Lieben. Zunächst einmal freue ich mich riesig, dass Ihr auf meinen Blog gefunden habt. Ich hoffe, Ihr habt Spaß beim Lesen der Posts ;-) Wenn ja, dann hinterlasst mir doch einfach einen kurzen Kommentar. Natürlich freue ich mich genauso über konstruktive Kritik und Vorschläge.
An dieser Stelle ein liebes "Danke schön!", Eure Susann